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Feb
14
2007

Studie: Verlage profitieren kaum von Paid Content

TIMElabs [Werben & Verkaufen-14.02.07] Wie Werben & Verkaufen berichtet, hat für die meisten Verlage das Paid Content Business, also der kostenpflichtige elektronische Handel mit digitalen Inhalten, keine Zukunft. Zu diesem Schluss kommt das Medien-Beratungsunternehmen Timelabs in seiner Studie „Grid Media – Überlebensstrategien für Publisher im digitalen Zeitalter“. Folgende Gründe werden in der Studie für die schlechten Aussichten angeführt: Zum einen mangele es den Inhalten meist an der notwendigen Exklusivität, zum anderen würden Publisher den Wert ihrer Inhalte oft überschätzen. Wenn etwa ein heruntergeladener Artikel einen Euro koste, entspreche dies dem hundertfachen Gegenwert des gedruckten Pendants.

Zudem würde die zunehmende Vertikalisierung und Lokalisierung der Suchmaschinen die Verfügbarkeit kostenloseser Inhalte weiter verbessern, sodass der Absatz kostenpflichtiger Inhalte noch schwieriger werde. Schließlich werde Werbung häufig zur Quersubventionierung der Inhalte genutzt, sodass der wahre Wert des Contens für den Nutzer verschleiert werde. Dadurch sinke die Zahlungsbereichaft weiter. Verlage, die kein exklusives, mehrwertiges, mit Anwendungen verzahntes oder individualisiertes Material anbieten können, haben daher nach Einschätzung der Berater, dauerhaft keine Chance, auf diesem Weg Erlöse zu generieren. Einizge Ausnahme seien Anbieter aus dem Entertainment-Bereich, die mit Musik, Filmen, Spielen und Live-Events Geld verdienten.

Quelle Pressemeldung: www.wuv.de (14.02.07)

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