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Apr
11
2007

Werbemarkt in Österreich gut gestartet

Werbeumsatz[media & marketing-11.04.07] Wie media & marketing berichtet, hat die Werbung in Österreich in den ersten zwei Monaten 2007 einen guten Start hingelegt. Die Bruttowerbeausgaben sind um 10,2 Prozent gestiegen. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate dieses Jahres stimme optimistisch, heißt es beim Fachverband Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Laut dem aktuellen Werbebarometer von Focus Media Research rechnet die Branche mit einer Steigerung der Bruttowerbeinvestitionen um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 2006 waren die Bruttowerbeinvestitionen auf rund drei Milliarden Euro gestiegen.

Die höchsten Zuwächse werden mit einem Plus von 11,4 Prozent im Bereich Internet sowie mit 5,7 Prozent bei Exportwerbung im Ausland erwartet. Für Print wird ein Plus von rund vier Prozent prognostiziert, für Flugblatt, Plakat und Hörfunk ein Zuwachs zwischen zwei, vier, beziehungsweise drei Prozent. Trotz der ORF-Reform rechnet die Branche für TV mit einem eher bescheidenem Wachstum von 1,8 Prozent. ORF-Chef Alexander Wrabetz kündigte eine Reduktion der Werbeminuten im Vorabendprogramm sowie kürzere Werbeblöcke an, in der Überzeugung den ORF für Zuschauer und Werber attraktiver zu machen.

Das Werbebarometer hat erstmals auch den Marktplatz virtueller Welten wie Second Life in die Analyse hinein genommen. Über Second Life werde mehr gesprochen als investiert, stellt Peter Drössler, Obmann des Fachverband Werbung und Marktkommunikation gegenüber pressetext fest. Nur rund ein Zehntel der befragten Unternehmen plant in den kommenden sechs Monaten Werbeaktivitäten in Second Life. „Für fast 90 Prozent der Branche sind Second Life & Co. jedoch noch überhaupt kein Thema“, so Drössler.

Für das aktuelle Werbebarometer wurden 300 Personen aus der werbetreibenden Wirtschaft sowie Agenturen über ihre Einschätzung der Werbeentwicklung befragt. Dabei sind die Agenturen, die mit einem Wachstum der Bruttowerbeinvestitionen von 8,9 Prozent rechnen, deutlich optimistischer als die werbetreibende Wirtschaft, die mit 4,1 Prozent „eine realistischere Erwartungshaltung hat“, so Josef Leitner, Geschäftsführer von Focus Media Research.

Quelle: www.mediaundmarketing.de (11.04.07)

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