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Apr
13
2007

Steigende Chancen beim Gehaltspoker

Gehaltspoker [Werben & Verkaufen-13.04.07] Mitarbeiter der Kommunikationsbranche können mit mehr Geld rechnen

Ein robuster Aufschwung, wachsender Optimismus in vielen Branchen und eine anziehende Werbekonjunktur sorgen für volle Auftragsbücher und wieder steigenden Personalbedarf. Und plötzlich haben Werber, Marketer und vor allem Multimedia-Spezialisten wieder bessere Karten im Gehaltspoker, wie Werben & Verkaufen berichtet. Die neue Dynamik an der Gehaltsfront lässt sich kaum mehr aufhalten. Für zahlreiche qualifizierte Positionen in Werbung, Marketing und Vertrieb lassen sich seit vergangenem Jahr Zuwächse zwischen vier und sieben Prozent beobachten.

Laut einer Studie der Personalvermittlung Aquent GmbH wollen hierzulande 73 Prozent aller relevanten Unternehmen 2007 wieder Personal einstellen – mehr als in jedem anderen der großen EU-Staaten.

Der Trend zeigt sich in den neuen Medien noch deutlicher als in klassischen Werbe- und Marketing-Bereichen: Rasant wachsende Kundenbudgets für Multimedia-Kampagnen lassen die Nachfrage nach Online-Spezialisten mehr und mehr ansteigen. Wer sich mit Mobile- oder Suchmaschinenmarketing auskennt, E-Commerce-Software zu verkaufen weiß oder generell Online-Strategien zu entwickeln versteht, kann fast überall mit breiter Brust in die Gehaltsgespräche gehen. „Leute mit einigen Jahren Berufserfahrung in diesen Bereichen können bei einem Jobwechsel mühelos zehn oder auch 15 Prozent Lohnzuwachs durchsetzen“, registriert Alexander Dewhirst, Chef der Berliner Personalagentur Designerdock.

Für Top-Leute ist sogar noch mehr drin: „Jobwechsler mit entsprechender Online-Kompetenz können bis zu 20 Prozent mehr erzielen“, glaubt Claudia Wulf, Regional Manager Central und Eastern Europe bei der Aquent GmbH. Selbst Berufsanfänger im Online-Marketing katapultiert es unter diesen Bedingungen mit etwas Fortune rasch in attraktive Einkommenshöhen. Nach Einstiegsgehältern von 30.000 Euro sind nach etwa zwei Jahren Projekterfahrung bereits 20 bis 25 Prozent Zuwachs zu erreichen – bei entsprechendem Erfolg auch mehr. Die Gehaltsabrechnungen in den höheren Etagen können sich ebenfalls sehen lassen.

Business-Entwickler im mittleren Management, die mit innovativen Ideen die Diversifikation oder Integration neuer Medienkanäle forcieren, müssen mittlerweile Jahreseinkommen von bis zu 140.000 Euro versteuern. Clevere Vertriebsleute sind nicht weniger begehrt: Wer neue E-Commerce-Produkte nicht nur kennt, sondern auch verkaufen kann, kassiert inzwischen ebenfalls deutlich sechsstellig. Dem Lohndruck im New-Media-Geschäft haben die Arbeitgeber meist wenig entgegenzusetzen: „Einige lehnen sogar Kundenanfragen ab, da sie kein Personal haben, das die Aufträge abarbeiten kann“, berichtet Harald R. Fortmann, Fachgruppen-Vorsitzender E-Commerce beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Schätzungsweise 5.000 Stellen sind in diesem Bereich zurzeit nicht besetzt.

Die komplette Übersicht über die Gehälter der Branche finden in der aktuellen Printausgabe der W&V (EVT: 12. April).

Quelle: www.wuv.de (13.04.07)

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