«

»

Apr
20
2007

Sind Web 2.0-Nutzer nur Surf-Potatoes?

[ECIN-20.04.07] Zwei Promille sind ganz schön viel – aber nicht wenn es um Nutzerbeteiligung geht. Wie ECINWEB 2.0 berichtet, schwächeln typische Web 2.0-Vertreter beim User-Generated-Content.

Viele Studien gehen bekanntermaßen davon aus, mit Web 2.0 ließen sich die Nutzer aktivieren. Daraus würden sich zahlreiche Chancen für eMarketer und eCommerce-Treibende ergeben. Doch die Marktforscher von Hitwise treten den Web 2.0-Enthusiasten mit nüchternen Zahlen entgegen: Wie Hitwise-Analyst Bill Tancer auf einer Web 2.0-Konferenz in San Francisco erklärte, sei es mit der Anwenderbeteiligung noch nicht weit her. Lediglich ein Bruchteil der Nutzer trage wirklich mit Inhalten bei – der größere Teil der Anwender sei eher passiv wie der als „Couch-Potato“ verschriehene Fernsehzuschauer.

hitwiseBei YouTube etwa erfolgen nur 0,16 Prozent der Zugriffe durch Personen, die selbst Filme hochladen. Ganz ähnlich bei der Foto-Community Flickr, wo ebenfalls nur zwei Promille der Besucher selbst Bilder einstellen. Eine kleine Ausnahme mit verhältnismäßig hoher Nutzerbeteiligung stelle Wikipedia dar. Im Online-Lexikon erfolgen etwa 4,6 Prozent der Besuche zur Überarbeitung der Artikel. Trotzdem belegt die Studie das gewaltige Wachstum bei den Besucherzahlen von Web-2.0-Seiten: Mittlerweile sollen zwölf Prozent aller US-amerikanischen Besuche auf Web-2.0-Seiten entfallen, vor zwei Jahren waren es lediglich zwei Prozent. Innerhalb der letzten zwei Jahre habe die Besucherzahl um beachtliche 668 Prozent zugelegt, so Tancer.

Quelle Pressemeldung: www.ecin.de (20.04.07)

· Gelesen: 1694 · heute: 3