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Apr
23
2007

61 Prozent der Deutschen surfen im Internet

Forschungsgruppe Wahlen Online [FGW Online-23.04.07] Forschungsgruppe Wahlen Online veröffentlicht Internet-Strukturdaten für das 1. Quartal 2007

Mannheim – Im I. Quartal 2007 nutzten 61 Prozent aller deutschen Erwachsenen das Internet zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo. Dies berichtet die Forschungsgruppe Wahlen Online (FGW Online GmbH) in ihren aktuellen Internet-Strukturdaten. Zudem gaben 67 Prozent an, in ihrem Haushalt existiere ein Zugang zum Internet, unabhängig davon, ob sie ihn nutzen oder nicht. Sechs Prozent der Deutschen verfügten also über einen Internet-Zugang, den sie nicht (selbst) in Anspruch nehmen. Deshalb orientiert sich die Erhebung im Folgenden an der Internet-Nutzung und weniger am Internet-Zugang.

Bei den in der Vergangenheit veröffentlichten Internet-Strukturdaten waren die Daten in der Regel auf diejenigen mit einem Internet-Zugang prozentuiert worden. Überproportional viele Männer (70 Prozent) nutzten das Internet, während der Anteil der Frauen bei 52 Prozent lag. In den ostdeutschen Bundesländern waren es mit 53 Prozent noch immer unterdurchschnittlich viele im Vergleich zum Westen, wo der Anteil bei 63 Prozent lag.

Im I. Quartal 2007 erhöhte sich der Anteil der DSL-Anschlüsse bei privat genutzten Internet-Zugängen auf 54 Prozent (I/2005: 34 Prozent, I/2006: 48 Prozent). Die übrigen Zugangsarten verloren weiter an Bedeutung. Analog per Modem gingen nur noch 13 Prozent ins Internet (I/2005: 26 Prozent, I/2006: 20 Prozent) und 25 Prozent verfügten über einen ISDN-Zugang (I/2005: 36 Prozent, I/2006: 29 Prozent).

Ein Drittel der Deutschen ab 18 Jahren (34 Prozent) nutzte bereits das Internet, um eine Pauschalreise oder für den Urlaub eine Unterkunft, einen Flug oder eine Fahrkarte zu buchen. Wie im Internet generell, nahmen mehr jüngere als ältere Menschen und auch mehr Männer (38 Prozent) als Frauen (30 Prozent) diese Art der Urlaubsbuchung wahr. Bezogen nur auf die Gruppe der Internet-Nutzer buchten 55 Prozent eine Reise online.

Im I. Quartal 2007 stellten 79 Prozent der Internet-Nutzer online Preisvergleiche an, 66 Prozent kauften Produkte und Dienstleistungen über das Internet und 52 Prozent wickelten ihre Bankgeschäfte online ab. 38 Prozent riefen Politiknachrichten und 33 Prozent Wirtschafts-/Börsennachrichten online ab. 34 Prozent informierten sich im Internet über Versicherungen, Online-Brokerage betrieben 10 Prozent.

Nach wie vor sinkt mit steigendem Alter der Anteil der Internet-Nutzer in den einzelnen Altersgruppen: Am geringsten war die Quote bei Befragten ab 60 Jahren, wo nur 23 Prozent das Internet nutzten, auch wenn 34 Prozent von ihnen im Haushalt über einen Internet-Zugang verfügten. Am höchsten war der Anteil bei den 18- bis 24-Jährigen mit 90 Prozent. Insbesondere die formale Bildung ist ein Indikator für die Internet-Affinität der Deutschen: Je niedriger der Bildungsgrad, desto seltener nutzen die Befragten das Internet: Im I. Quartal 2007 waren dies 88 Prozent der Hochschulabsolventen, 72 Prozent der Deutschen mit Mittlerer Reife, aber nur 44 Prozent der Hauptschulabsolventen mit Lehre und weit unterdurchschnittliche 23 Prozent der Hauptschulabsolventen ohne Lehre. Auch im Hinblick auf die Berufsgruppen existieren nach wie vor Unterschiede in der Internet-Nutzung. Je höher die berufliche Qualifikation, desto höher auch der Anteil an Internet-Nutzern. Kaum die Hälfte der Arbeiter nutzte das Internet (47 Prozent), bei den einfachen und mittleren Angestellten und Beamten waren dies 64 Prozent und bei den leitenden Angestellten und höheren Beamten 66 Prozent. Mit 72 Prozent nutzten überdurchschnittlich viele Selbstständige das Internet.

Die Quartalsdaten basieren auf repräsentativen telefonischen Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen von insgesamt 3.740 Deutschen ab 18 Jahren zwischen dem 09.01. und 29.03.2007. Die komplette Studie ist zum Preis von 40 EUR erhältlich bei: bestellung@forschungsgruppe.de

Eine kostenfreie Zusammenfassung gibt es unter: http://www.forschungsgruppe.de/Aktuelles/PM_Strukturdaten/web_I_07.pdf

Quelle Pressemeldung: www.forschungsgruppe.de (23.04.07)

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