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Mai
21
2007

Harvard Businessmanager: Extremjobber auch in Deutschland

Harvard Businessmanager [Spiegel-Gruppe-21.05.07] Exklusivstudie: Neuer Typ äußerst leistungswilliger Mitarbeiter hat trotz hoher Belastung Spaß an der Arbeit

Eine Umfrage von Kienbaum Management Consultants und Harvard Businessmanager zeigt: Auch in Deutschland gibt es Extremjobber, die bereitwillig 60 Stunden und mehr pro Woche arbeiten. Bei diesem zuerst in den USA beschriebenen neuen Typus äußerst leistungswilliger Manager und Mitarbeiter handelt es sich nicht um getriebene Workaholics, sondern um hoch motivierte Toptalente, die mit ihrem Leben zufrieden sind.

Bei den Extremjobbern handelt es sich um Personen, die mindestens 60 Stunden pro Woche arbeiten, sehr gut verdienen, für die Kunden ständig verfügbar sind, viel reisen und hohe Verantwortung tragen. Trotz dieser außerordentlichen Belastung sagen 95 Prozent der 142 von Kienbaum befragten Führungskräfte: „Mein Job macht mir Spaß.“ 87 Prozent betonen: „Die Herausforderung ist mir wichtig.“ 57 Prozent geben als Motiv für ihren Einsatz an: „Ich bekomme Anerkennung für meine Leistung.“

„Die Arbeitsbelastung steigt fast linear mit dem Gehalt“, hat Walter Jochmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kienbaum Management Consultants, beobachtet. Das bestätigt auch die Umfrage: Bei denjenigen, die mehr als 200 000 Euro im Jahr verdienen, arbeitet fast die Hälfte sogar mehr als 60 Stunden.

Natürlich birgt das Extremjobbing auch Gefahren: Ein Drittel der Befragten räumt ein, mit seiner Work-Life-Balance unzufrieden zu sein; fast die Hälfte klagt, zu wenig Zeit mit dem Partner zu verbringen; drei Viertel geben zu, sich zu wenig zu bewegen. „Ohne eine sehr bewusste, effiziente Lebensführung ist Extremjobbing auf Dauer nicht durchzuhalten“, stellt Kienbaum-Geschäftsführer Jochmann fest. Das bedeute für die High Potentials, dass sie ihre Work-Life-Balance aktiv managen müssen. Vorgesetzte und Personalabteilungen sind zudem gefordert, den Extremjobbern bei Bedarf durch Coachingangebote zu helfen.

Der Beitrag über die Studie ist Teil eines 43-seitigen Schwerpunktes im Harvard Businessmanager zum Thema Talentmanagement. Darin erfahren Führungskräfte, wie sie Spitzenkräfte am besten finden, fördern und halten. (Erscheinungstermin: 22. Mai)

Quelle Pressemeldung: www.spiegelgruppe.de (21.05.07)

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