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Jun
20
2007

SAP will mehr Software über das Internet anbieten

SAP[Spiegel-Gruppe-20.06.07] SAP will in Zukunft mehr Bestandteile seiner Unternehmenssoftware als Internetdienst anbieten. In einem Interview mit dem manager magazin (Erscheinungstermin: 22. Juni 2007) erklärt Vorstandschef Henning Kagermann, der Konzern setze auf Hybridmodelle aus konventionellen Programmpaketen und Webservices, die von SAP aus dem Internet betreut werden. Dabei würden einfache Standardteile wie Lohnbuchhaltung oder zusätzliche neue Elemente als On-Demand-Dienste geliefert. Die komplexen Programmteile, die Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bringen, sowie die lebenswichtigen Komponenten und die Stammdaten dagegen blieben wie bisher im Haus des Kunden.

Die Äußerungen Kagermanns gegenüber mm stehen in Zusammenhang mit einer wachsenden Unsicherheit über das zukünftige Geschäftsmodell von SAP. Entgegen seiner bisherigen Politik, nur Programmpakete beim Kunden zu installieren, führt der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware derzeit schrittweise ein neues Produkt ein, das nur als Dienst aus dem Internet erhältlich ist.

Das Programm mit dem Codenamen A1S soll mittelständische Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern ansprechen. Diese Kunden habe SAP bislang mit seinen bestehenden Offerten kaum erreichen können, gestand Kagermann in dem Interview ein. Das Marktsegment habe aber ein Potenzial von 15 Milliarden Euro, an dem SAP partizipieren wolle. Ab 2010 wolle SAP mit dem neuen Produkt jährlich rund 10 000 neue Kunden gewinnen. Dann solle das On-Demand-Modell, in das SAP jetzt noch einmal 300 bis 400 Millionen Euro Anlaufinvestitionen stecke, mindestens so profitabel sein wie das traditionelle Geschäft, eher sogar profitabler, sagte Kagermann.

Quelle Pressemeldung: www.spiegelgruppe.de (20.06.07)

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