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Jul
13
2007

Paid Content als Marktchance für Verlage

2007-07-13 222004[MediaTransfer AG-10.07.2007] MediaTransfer Netresearch & Consulting stellt Studie zu Paid Content vor

Hamburg – Ergänzend zu Werbeeinnahmen streben viele Medienunternehmen einen stärkeren Online-Vertrieb ihrer Inhalte als weitere Erlösquelle an. Das Institut für Industrielles Management der Universität Hamburg hat in einer gemeinsamen Studie mit MediaTransfer Netresearch & Consulting nun die Einstellung gegenüber sogenanntem Paid Content untersucht. Und die Aussichten für Medienanbieter stehen nicht schlecht: 48 % der Befragten haben schon einmal kostenpflichtige Inhalte im Internet bezogen, 26 % haben bereits für redaktionelle Inhalte bezahlt.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das bereits häufig für tot erklärte Thema journalistischer Paid Content durchaus noch Leben in sich hat“, zeigt sich Florentine Spreen vom Institut für Industrielles Management zufrieden. „Es müssen aber die richtigen Inhalte angeboten werden, damit Paid Content funktioniert.“

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass am häufigsten Testberichte, Artikel aus Archiven, Hintergrundberichte aus dem Bereich Computer & Technik sowie Beratung/Tipps aus dem Bereich Wirtschaft & Finanzen nachgefragt werden. Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Anbieter dazu übergehen, Videos online zur Verfügung zu stellen, ist es interessant, dass 20 % der Nutzer sich eher ja bzw. auf jeden Fall vorstellen können, zukünftig redaktionelle Video-/Audio-Berichte kostenpflichtig abzurufen.

Die bisherigen Nicht-Nutzer von Paid Content sehen als Hauptkonkurrenz dazu kostenlose Informationen im Internet, weniger klassische Medien. Neben der kaum vorhandenen Zahlungsbereitschaft sind die fehlende Beurteilungsmöglichkeit der Inhalte und Datenschutzbedenken die wichtigsten Nichtnutzungsgründe. Am ehesten können sich Nicht-Nutzer vorstellen, Paid Content von der Website eines bekannten Print-Titels oder einer Special-Interest-Website zu beziehen. 30 % der 857 befragten Nicht-Nutzer stimmt dabei zu. Verlage haben hier einen deutlich größeres Potenzial als bekannte reine Online-Anbietern (nur 12 % Zustimmung).

Quelle Pressemitteilung: b2b.mediatransfer.de (10.07.2007)

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