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Jan
24
2008

Anteil weiblicher Topmanager drastisch gesunken

2008-01-24 223940[Spiegel Gruppe-24.01.2008] Rückgang um ein Viertel im Jahresvergleich / Starke Vorbehalte gegenüber Diversity-Programmen

Der Anteil weiblicher Topmanager in größeren deutschen Unternehmen ist im Jahr 2007 deutlich zurückgegangen. Das berichtet manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 25. Januar 2008) unter Berufung auf eine Auswertung des Wirtschaftsinformationsdienstes Hoppenstedt, die manager magazin exklusiv vorliegt.

Demnach betrug der Anteil weiblicher Topmanager in größeren Unternehmen Anfang 2008 lediglich 5,65 Prozent. Anfang 2007 hatte ihr Anteil noch bei 7,46 Prozent gelegen. Das entspricht einem drastischen Rückgang um rund ein Viertel. In den Jahren zuvor war der Anteil weiblicher Topmanagerinnen kontinuierlich gestiegen.

Bei der Auswertung wurden Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern oder 20 Millionen Euro Umsatz berücksichtigt. Als Topmanager gelten Geschäftsführer, Vorstände oder Generalbevollmächtigte. Die Hoppenstedt-Firmendatenbank enthält Informationen zu rund 245 000 Firmen und deckt circa 80 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung ab. Sie ist damit weitgehend repräsentativ für die deutsche
Unternehmenslandschaft insgesamt.

Zu den Ergebnissen der Hoppenstedt-Studie passt eine Umfrage der
Personalberatung Egon Zehnder International unter Personalmanagern deutscher Großkonzerne, die manager magazin ebenfalls exklusiv vorliegt. Sie zeigt, dass in rund zwei Drittel der befragten Konzerne starke Vorbehalte gegenüber sogenannten Diversity-Programmen bestehen, die eine stärkere Förderung von Frauen und Minderheiten zum Ziel haben.

„Auch wenn Unternehmenslenker das Thema vorantreiben, muss man feststellen, dass Diversity im Alltag vieler deutscher Konzerne noch nicht angekommen ist“, sagte Zehnder-Managerin und Studienautorin
Kati Najipoor-Schütte gegenüber manager magazin.

Quelle Pressemitteilung: www.spiegelgruppe.de (24.01.2008)

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