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Mai
06
2008

Mehrheit der PC-Nutzer hält Daten im Netz für sicher

2008-02-02-232514[BITKOM-6.05.2008] 57 Prozent haben keine Bedenken, 39 Prozent sind skeptisch / Tipps für Datensicherheit im Internet

Berlin -Die meisten deutschen Computernutzer haben keine Angst um persönliche Daten im Internet: Eine Mehrheit von 57 Prozent hält ihre Daten für sicher oder sehr sicher. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM in Zusammenarbeit mit Forsa, bei der mehr als 1.000 Bürger befragt wurden.

Nur jeder dritte PC-Nutzer (32 Prozent) hält seine Daten im Netz für „eher unsicher“ und lediglich 7 Prozent meinen, sie seien „völlig unsicher“. „Das ist ein beachtlicher Vertrauensbeweis für das Web, aber es ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten“, sagt BITKOM-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf. Es gehe nicht darum, tatsächliche Gefahren zu verharmlosen, sondern den Nutzern wirksame Tipps zu geben. „Ob die Daten sicher sind, hängt wesentlich vom Anwender ab. Wer einige Grundregeln beachtet, kann seine Privatsphäre im Netz wirksam schützen.“

Hier die wichtigsten Tipps für sichere Daten im Internet:

PC-Sicherheit
Eine gute Sicherheitsausstattung ist besonders für Internet-Banking und Online-Shopping wichtig. Ein modernes Anti-Viren-Programm und eine so genannte Firewall, die den Rechner vor schädlichen Dateien aus dem Netz schützen, müssen vor der ersten Web-Sitzung installiert werden. Für diese Programme und das Betriebssystem des PCs werden regelmäßig Aktualisierungen angeboten. Nutzer sind gut beraten diese Updates umgehend zu installieren – am besten automatisch.

Online-Banking
Die Schäden durch Diebstahl von Geheimzahlen, das so genannte Phishing, nehmen zu – im letzten Jahr gemäß einer BITKOM-Hochrechnung um rund 50 Prozent. Deshalb sollten vertrauliche Daten nie im Netz eingeben werden, wenn man per E-Mail dazu aufgefordert wird. Solche Mails sind immer gefälscht, am besten sollte man sie sofort löschen. Das gleiche gilt für dubiose E-Mails von Unbekannten – vor allem, wenn eine Datei angehängt ist. Dahinter könnte ein Schadprogramm stecken, das Passwörter ausspioniert. Beim Online-Banking sollte man die offizielle Adresse der Bank immer direkt eingeben oder über eigene Lesezeichen (Favoriten) aufrufen. Die Verbindung zum Bankcomputer muss verschlüsselt sein. Das ist erkennbar an den Buchstaben „https“ in der Web-Adresse und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Web-Programm. Zukünftig erkennen Verbraucher sichere Webseiten auch an einer grün hinterlegten Adresszeile, wenn sich der Betreiber vorab einer unabhängigen Prüfung unterzogen hat. Wichtig ist beim Online-Banking in jedem Fall, ein modernes Überweisungsverfahren wie iTAN, mTAN oder ein Kartenlesegerät zu nutzen – im Zweifel kann man die Bank danach fragen.

Online-Einkauf
41 Prozent aller Deutschen kaufen im Netz ein. Von knalligen Webseiten sollte man sich aber nicht beeindrucken lassen. Zeichen für die Seriosität eines Shops sind ein Impressum mit voller Anschrift und Nennung des Inhabers oder Geschäftsführers sowie verständliche Geschäftsbedingungen (AGB). Man sollte die Datenschutzerklärung lesen und prüfen, ob unerwünschte Werbe-Mails abgelehnt werden können. Viele Shops werden von unabhängigen Experten geprüft und erhalten ein Zertifikat oder Siegel. Mit die wirksamste Kontrolle üben die Kunden selbst aus: Auf zahlreichen Shopping-, Preisvergleich- und Auktionsseiten können sie die Händler beurteilen. Wer gute Bewertungen hat, rückt in die engere Wahl.

Soziale Netzwerke
Fast jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) hat bereits Informationen über sich im Internet veröffentlicht – in der Generation der 14- bis 29-Jährigen bereits jeder Zweite. Am beliebtesten sind Profile in sozialen Netzwerken, so genannten Communitys. Nutzer haben es oft selbst in der Hand, das richtige Maß an Privatsphäre zu wählen. Sie können bewusst entscheiden, welche persönlichen Daten andere Mitglieder sehen dürfen. Häufig lässt sich zwischen Freunden und Fremden unterscheiden. Aber auch Datenschutzerklärung und Geschäftsbedingungen der Community sind wichtig – darin steht, wie Mitgliederdaten genutzt werden dürfen. Am besten prüft man dies gleich bei der Anmeldung, denn einmal erzeugte Daten halten sich im Netz oft sehr lange.

Quelle Pressemitteilung: www.bitkom.org (6.05.2008)

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