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Mrz
10
2009

LISA-Umfrage: „Was darf mein Chef von mir wissen?

Lisa[Hubert Burda Media-10.03.09] Über ein Drittel der Befragten trauen dem Chef Überwachungsmethoden zu

Ganz Deutschland diskutiert zurzeit über die Datenschutz-Affäre der Deutschen Bahn AG. Leider keine Einzelfall, sondern nur einer von vielen in der letzten Zeit:

Bereits im März 2008 geriet ein Lebensmittel Discounter in die Schlagzeilen. Zwei Monate später kam ans Licht, dass Deutschlands größtes Telekommunikations-Unternehmen eineinhalb Jahre lang Konzern-Manager und Journalisten hat bespitzeln lassen.

Muss also jeder Büroangestellte damit rechnen, dass der Chef alles sieht – das private Surfen in der Mittagspause, das Telefonat mit dem Partner? Die LISA-Redaktion hat nachgefragt: bei Arbeitsrechtsexperten, was Vorgesetzte dürfen – und was nicht. Und bei Angestellten, wo sie glauben, dass ihr Chef sie schon mal heimlich bespitzelt hat.

Hier die Ergebnisse:
54 Prozent aller Teilnehmer in Deutschland glauben nicht, dass ihr Arbeitgeber sie heimlich kontrolliert und überwacht. Sie meinen: „Nein, in unserem Betrieb gibt es solche Maßnahmen nicht.“

33 Prozent der Befragten trauen dem Chef Überwachungsmethoden zu. 15 Prozent halten es zum Beispiel für möglich, dass ihr Boss heimlich den Krankenstand prüft. 3 Prozent vermuten, dass er in ihrer Abwesenheit ihren Bürotisch durchsucht.

Sechs Prozent befürchten, das ihr Vorgesetzter sie mit einer Kamera überwacht. Vier Prozent denken, dass er ihre Mails mitliest, sieben Prozent sind sicher, das er Auskünfte über ihre finanzielle Lage eingeholt hat.

Die junge wöchentliche Zeitschrift LISA führte die Umfrage in Zusammenarbeit mit der TNS-Emnid Mediaforschung unter 336 repräsentativ ausgewählten Frauen und Männer zwischen 20 und 49 durch.

Weitere hilfreiche Informationen zum Thema „Ihre Rechte im Job“ finden Sie in der Rubrik „Top-Thema“ der aktuellen Ausgabe der Frauenzeitschrift LISA, ab 11 März im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Die detaillierte Aufführung der Ergebnisse finden Sie hier.

Quelle Pressemitteilung: www.burda.de (10.03.2009)

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