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Apr
25
2009

NATIONAL GEOGRAPHIC präsentiert neues Sonderheft „Energie“

NATIONAL GEOGRAPHIC [G+J-23.04.09] Obamas Energieminister setzt auf Atomkraftwerke / Der Ausbau erneuerbarer Energien, mehr Energieeffizienz und Änderung im Konsumverhalten sind die größten Herausforderungen

Hamburg – NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND berichtet in einem neuen Sonderheft über aktuelle Forschungen und innovative Ideen zum Klimaschutz. Das Heft „Energie“ zeigt, dass viele zukunftsweisende Projekte und Techniken in Deutschland entwickelt werden. Biogasanlagen, Passivhäuser oder neue Ansätze für die Produktion von Biodiesel machen Mut, dass es großes Potential zur Bekämpfung des Treibhauseffekts gibt.

Aber das Heft zeigt auch, dass die aktuelle Klimasituation sehr ernst ist und schnelles, globales Handeln erfordert. Den Menschen muss es gelingen, ihren Energieverbrauch deutlich zu drosseln, die Effizienz von technischen Anlagen und Geräten zu erhöhen und regenerative Energien viel stärker zu nutzen. Sonst drohen Klimakatastrophen, die das Leben auf der ganzen Welt drastisch verändern werden. Für das neue Sonderheft hat die Redaktion von NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND renommierte Wissenschaftler und Politiker im In- und Ausland interviewt, zahlreiche aktuelle Studien und Forschungsergebnisse analysiert und sich über innovative Projekte und Techniken informiert. Diagramme, Graphiken, Karten und Fotos veranschaulichen die Klimaproblematik und geben weitere Hintergrundinformationen. Das Sonderheft aus der Reihe „Collector’s Edition“ erscheint am 24. April, hat 124 Seiten und kostet 7,50 Euro.

Nach Prognose der Internationalen Energieagentur könnte sich der Energiebedarf bis 2030 noch mal um fast 50 Prozent erhöhen – und damit auch der Ausstoß an Treibhausgasen. Falls das eintritt, könnte die durchschnittliche Temperatur bis zum Ende dieses Jahrhunderts weltweit um sechs Grad ansteigen. Die Folgen für Umwelt, für die Weltwirtschaft und für die menschliche Gemeinschaft wären unabsehbar. Heftig diskutiert wird allerdings, woher diese Energie kommen soll. Denn die klassischen Energievorräte gehen zur Neige, die jährliche Förderung von Öl sinkt um etwa 6,7 Prozent, Tendenz fallend. Der neue Energieminister der USA, Steven Chu, setzt auf den Ausbau der Kernenergie. Trotz aller Probleme in Bezug auf Sicherheit und Entsorgung sei die Atomkraft wesentlich besser für das Klima als die Kohle, sagt Chu im Interview. Daneben unterstützt die US-Regierung aber auch die Förderung regenerativer Energien. Neben Sonne, Wind und Wasser verspricht Biogas großes Potential. Forscher sagen, dass auf Basis des heutigen Verbrauchs in Deutschland bis 2030 an die 20 Prozent der Energie aus Biomasse gewonnen werden kann. Beispielhaft ist die Biogasanlage im Dorf Jühnde bei Göttingen: Hier werden durch vergärende Pflanzen in einem technischen Prozess Wärme und Strom produziert. Jühnde ist nicht nur energieautark, sondern speist sogar Strom in das öffentliche Netz ein: Im Jahr 2008 wurden 4,7 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, das Zweieinhalbfache des örtlichen Verbrauchs.

Besonders energiesparend sind auch intelligente Produktionsprozesse, in denen kein Müll mehr entsteht. Das Ziel sind Produkte, die nach ihrem Gebrauch vollständig wieder verwertbar sind. So leiht Shaw, der größte Teppichhersteller der Welt, seine Teppiche nur noch als Dienstleistung an seine Kunden aus und behält die Rohstoffe. Und dass Kunden nur noch mit ungiftigen Materialien in Kontakt kommen, ist ein Grundsatz für Unternehmen wie Nike oder Trigema. Auch im Verzicht liegen viele Möglichkeiten, Energie einzusparen. Die Produktion von Fleisch, besonders von Steaks und Hamburgern aus Rindfleisch, verursacht ebenso viel Treibhausgas wie das Autofahren. Die Rückbesinnung auf den Sonntagsbraten wäre demnach eine so simple wie erfolgreiche Maßnahme für den Klimaschutz – und nebenbei auch für die Gesundheit der Verbraucher.

Quelle Pressemitteilung: www.guj.de (23.04.2009)

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