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Apr
28
2009

hr muss 64 Millionen Euro bis 2012 einsparen

Hessischer Rundfunk[Hessischer Rundfunk-28.04.09] Reitze: Sparanstrengungen sind unausweichlich

Der Hessische Rundfunk (hr) muss in der laufenden Gebührenperiode bis 2012 rund 64 Millionen Euro einsparen. Der Grund dafür sind unter anderem Gebührenausfälle durch die hohe Zahl von Geräteabmeldungen, Befreiungen und Forderungsausfälle sowie geringere Werbeerlöse und Finanzerträge als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Ein erheblicher Beitrag soll durch die Nichtbesetzung von Planstellen geleistet werden. Neben den seit 2004 bereits eingesparten 66 Planstellen sollen in den nächsten beiden Jahren noch einmal 24 Stellen nicht wiederbesetzt werden. Auch die laufenden Tarifverhandlungen für freie Mitarbeiter sollen weitere Einsparungen bringen.

Von den 64 Millionen Euro Sparvolumen entfallen auf das hr-fernsehen 2,9 Millionen Euro. Gestrichen wird die Sendung „Koch was draus“. Die Mittel für unterhaltende Sendungen im hr-fernsehen werden gekürzt. Das „hessenjournal“ wird eingestellt. Statt des „hessenjournals“ wird es eine neue werktägliche 15-minütige Nachrichtensendung am späteren Abend geben. Dies entspricht dem Zustand vor der Einführung des „hessenjournals“ im Jahr 2005. Dadurch kann das hr-fernsehen nach wie vor am Abend auf aktuelle Entwicklungen in Hessen reagieren.

Für die aktuelle Berichterstattung im hr-fernsehen wird es zusätzliche Mittel geben, um im Tagesverlauf häufiger als bisher ein Kurznachrichten-Format zu etablieren. Außerdem sollen besondere redaktionelle Anstrengungen bei Großthemen wie beispielsweise Opel, Landespolitik oder investigative Recherchen besser finanziert werden.

Die sechs hr-Hörfunkwellen werden insgesamt 4,1 Millionen Euro einsparen müssen. Ab 2010 wird der Betrieb der Mittelwelle komplett eingestellt. Damit entfallen dann auch die bisher auf der Mittelwelle gesendeten muttersprachlichen Sendungen in Spanisch und Griechisch. Kürzungen wird es auch im Programm von hr3 und YOU FM sowie im Kinderprogramm von hr2-kultur geben.

Der hr ist mit Abstand der größte Kulturveranstalter in Hessen. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Dennoch wird die Zahl von Präsentationen und Veranstaltungen von bisher rund 2000 pro Jahr um ein Drittel reduziert.

„Das wichtigste Ziel ist es, die Eigenständigkeit des hr zu erhalten. Dabei soll so wenig wie möglich im Programm gespart werden. Die Einsparungen schaffen zudem neue Spielräume für innovative Programmideen“, erklärte hr-Intendant Dr. Helmut Reitze bei der Vorstellung der Sparmaßnahmen während der heutigen Personalversammlung.

Quelle Pressemitteilung: www.hr-online.de (28.04.2009)

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