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Jun
30
2009

Messe Frankfurt 2008 mit Rekordergebnis

messe frankfurt [messe frankfurt-30.06.09] Bestmarken bei Umsatz, Ergebnis, Jahresüberschuss, Ausstellerzahl / Auch für das Krisenjahr 2009 positives Konzernergebnis in Sicht

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 war das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr in der Konzerngeschichte der Messe Frankfurt. Mit 440 Millionen Euro hat das Unternehmen eine neue Bestmarke erreicht. Mit rund 104 Millionen Euro springt dabei der Auslandsumsatz erstmals über die 100-Millionen-Euro-Marke. „2008 ist das neunte Jahr in Folge, in dem die Messe Frankfurt ihren Umsatz kontinuierlich steigern konnte“, sagte Michael von Zitzewitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, heute in Frankfurt auf der Bilanzpressekonfernz des Konzerns. „Das ist in der zyklischen Messebranche weltweit einmalig.“

Mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern von rund 52 Millionen Euro erreicht das Unternehmen ebenfalls eine neue Bestmarke. Der Konzern-Jahresüberschuss beträgt rund 36 Millionen Euro, auch dieses ein neuer Spitzenwert. Die Umsatzrendite nach Steuern liegt bei 8,2 Prozent. Der EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) übertrifft mit 101,8 Millionen Euro die 100-Millionen-Grenze.

„Seit 1998 hat die Messe Frankfurt zusammen genommen ein Ergebnis von 428 Millionen Euro erwirtschaftet und mehr als 250 Millionen Euro Gewinn gemacht. Diese Zahlen zeigen die Ausnahmestellung des Unternehmens im Wettbewerb“, kommentiert von Zitzewitz.

Starke Veranstaltungsbilanz mit neuem Ausstellerrekord
Weltweit hat der Konzern Messe Frankfurt im Jahr 2008 zusammen genommen 102 Messen und Ausstellungen veranstaltet. Mit knapp 69.000 Ausstellern buchten so viele Firmen wie nie zuvor in der Konzerngeschichte eine Veranstaltung des Unternehmens. Am Standort Frankfurt wurden zusätzlich 397 Kongresse, Events und weitere Aktivi- täten mit rund 391.000 Besuchern durchgeführt. Insgesamt besuchten im Berichtsjahr rund drei Millionen Besucher die Veranstaltungen des Konzerns Messe Frankfurt.

Auf den 42 inländischen Messen waren rund 43.700 Aussteller zu Gast. Diese belegten eine Nettofläche von rund 1,42 Millionen Quadratmetern. Rund 1,7 Millionen Besucher kamen zu den Veranstaltungen. In Frankfurt fanden 36 Messen statt, davon 17 konzerneigene Veran-staltungen mit rund 24.000 Ausstellern und rund 900.000 Besuchern. Rund eine Million Quadratmeter wurden vermietet.

Der Internationalitätsgrad lag bei den Eigenveranstaltungen auf Ausstellerseite bei rund 70 Prozent; bei den Besuchern waren es mehr als 46 Prozent. Sowohl in der Geschichte der Messe Frankfurt als auch im Wettbewerbsumfeld bilden diese hohen Internationalitätsgrade Spitzenwerte. Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Internationalitätsgrade für Veranstaltungen am Messeplatz Deutschland beziffert der AUMA mit 53 Prozent auf Ausstellerseite und mit 25 Prozent bei den Besuchern.

Die 19 Gastveranstaltungen zählten rund 17.000 Aussteller und rund 680.000 Besucher. Rund 305.000 Quadratmeter Nettofläche wurden vermietet.

Auslandsgeschäft wächst weiter
Nahezu jeder zweite Aussteller im konzernweiten Eigengeschäft ist inzwischen Kunde einer der 60 Veranstaltungen außerhalb Frankfurts. „Das zeigt uns sehr deutlich, wie wichtig die weltweite Präsenz in den Schlüsselmärkten ist,“ betonte von Zitzewitz: „Wir profitieren in Frankfurt doppelt davon, denn viele der Aussteller im Ausland drängen früher oder später auch auf die Frankfurter Veranstaltungen.“

Regionaler Schwerpunkt des Auslandsgeschäfts ist nach wie vor Asien mit 31 Veranstaltungen. Neun neue Messen gingen 2008 an den Start, darunter zum Beispiel die Intersec China. Die Zahl der Besucher lag bei über 884.000. Zusätzlich hat die Messe Frankfurt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die Organisation von 17 German Pavilions durchgeführt.

Internationale Top-Position mit starken Messemarken ausbauen
Die Messe Frankfurt will trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen aus eigener Kraft weiter investieren und ihre Kernkompetenzen noch stärker ausbauen. „In den vergangenen Jahren haben wir ein solides Polster erarbeitet, das uns jetzt zugute kommt“, sagte von Zitzewitz. „Wir werden und wir können antizyklisch investieren – mit dem Anspruch, nach der Krise eine noch bessere Marktposition zu haben.“

Alleine in den vergangenen Wochen konnten drei Messen für den Heimatstandort Frankfurt gesichert werden. Die Remax, die größte europäische Fachmesse für Druckerzubehör, findet ab 2010 zusammen mit der Paperworld statt. Die Messe Texprocess für Maschinen zur Verarbeitung von Textilien und andere flexible Materialien, wird im Mai 2011 ihre Premiere erleben. Der Vertrag mit der Buchmesse wurde bis in das Jahr 2022 verlängert.

Im Ausland sind mit der Automechanika South Africa und der Ambiente Italia im laufenden Jahr zwei weitere Erstveranstaltungen erfolgreicher Frankfurter Messemarken gut verlaufen. Im September steht als weitere Neuveranstaltung das Texcare Forum Russia auf dem Kalender.

„Trotz dieser Erfolge: Das laufende Geschäftsjahr verlangt von uns allen eine gehörige Portion Stehvermögen“, so von Zitzewitz. Für das Gesamtjahr erwartet die Messe Frankfurt dennoch einen Gewinn.

Quelle Pressemitteilung: www.messefrankfurt.de (30.06.2009)

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