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Aug
06
2009

Bundesverband Druck und Medien kritisiert Formularkrieg bei EU-Ausschreibungen

Bundesverband Druck und Medien[bvdm-6.08.09] Druckunternehmen müssen teils 100seitige Ausschreibungsunterlagen durcharbeiten und bürokratische Vorschriften erfüllen – Appell an EU-Expertengruppe Bürokratieabbau

Der Bundesverband Druck und Medien kritisiert die unverhältnismäßig hohe Bürokratie für Druck-Unternehmen, die sich an Ausschreibungen der EU beteiligen wollen. In einem Brief an den Vorsitzenden der Experten-Gruppe zum Verwaltungskostenabbau bei der EU-Kommission, Dr. Edmund Stoiber, appelliert der bvdm, die Teilnahmemöglichkeiten für deutsche Druckunternehmen an EU-Ausschreibungen zu erleichtern.

Konkretes Beispiel sind die Ausschreibungsunterlagen zu einem Dienstleistungsrahmenvertrag für Eurostat-Veröffentlichungen. Unternehmen, die sich an Ausschreibungen zu Veröffentlichungen des Europäischen Statistikamtes beteiligen wollen, müssen zuvor ein 71seitiges Lastenheft zuzüglich 13 Anlagen mit 26 Seiten durcharbeiten. Der Dienstleistungsrahmenvertrag enthält darüber hinaus 27 Seiten. Vorzulegen sind zur Abgabe des Angebotes von den Unternehmen 16 Unterlagen, davon zwei Fragebögen mit sechs Seiten.

Dazu kommen nach Ansicht des bvdm vollkommen unnötige Erschwernisse wie z.B. das Vorlegen eines Strafregisterauszuges. bvdm-Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer bezeichnet solche Anforderungen als „inquisitorisch und absurd, wenn es nur darum geht, ein Angebot für einen schlichten Druckauftrag abgeben zu dürfen“. (bvdm)

Quelle Pressemitteilung: www.bvdm-online.de (6.08.2009)

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