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Sep
19
2009

Chocri gewinnt WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb 2009

chocri [Verlagsgruppe Handelsblatt-18.09.09] Das Berliner Start-up Chocri setzt mit Erfolg auf den Trend „Mass Customization“ und bietet individuelle Schokoladentafeln an, deren Zutaten die Kunden im Netz selber zusammen stellen können. Außerdem bezieht es seine Kunden in wichtige Entscheidungen mit ein. Mit diesem Konzept setzen sich die Gründer Michael Bruck und Franz Duge im Finale des Wettbewerbs gegen Lecturio, Käuferportal, Eovent und Design2Desire durch.

Mit ihrer Idee, individuelle Schokolade nach Kundenwunsch herzustellen und über das Internet zu verkaufen, hat das Berliner Start-up Chocri den WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb gewonnen. „Chocri hat den Zeitgeist getroffen. Es bietet ein altbekanntes Produkt nicht nur auf neuartige Weise an, sondern bezieht seine Kunden auch in die Produktentstehung mit ein. Das Ergebnis ist ein individuelles, absolut mundgerechtes Luxusprodukt zu bezahlbaren Preisen“, so Franz Rother, stellvertretender Chefredakteur der WirtschaftsWoche, der die beiden Gründer Michael Bruck (23) und Franz Duge (23) am Donnerstagabend bei einer Gala-Veranstaltung vor 200 geladenen Gästen in der Residenz München auszeichnete.

Mit der Wunsch-Schokolade ist Chocri Beispiel für einen Trend, auf den derzeit viele Gründer setzen: Weg von der reinen Massenproduktion, hin zur individualisierten Massenproduktion, auch „Mass Customization“ genannt. Anders als große Schokoladenhersteller produziert Chocri nicht einige wenige Umsatzbringer von der Stange, sondern zahllose kleine Kompositionen nach Maß, die in der Summe deutlich mehr Umsatz erzielen als die Verkaufsschlager.

Längst nicht alle Gründer haben mit dieser Strategie Erfolg, wie die WirtschaftsWoche in ihrer nächsten Ausgabe am Montag, den 21. September berichtet. Anders Chocri: Seit dem Start im September 2008 hat das Unternehmen bereits einen sechsstelligen Umsatz erzielt und über 100.000 Tafeln verkauft. Dabei zahlt sich aus, dass Chocri seine Kunden auch in anderen wichtigen Fragen einbindet und im firmeneigenen Blog mitentscheiden lässt – egal ob es um den Firmennamen, den Preis der Schokotafeln oder den Werbeslogan geht.

Chocri hat sich gegen rund 100 andere junge Unternehmen durchgesetzt, die in diesem Jahr an dem Wettbewerb teilgenommen hatten. Im Finale behaupteten sich Bruck und Duge gegen die Unternehmen Design2Desire aus München (www.design2desire.com), Lecturio aus Leipzig (www.lecturio.de), Beko Käuferportal aus Berlin (www.kaeuferportal.de) und Eovent aus Aachen, die in München ebenfalls geehrt wurden.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des Portfolio Days der BrainsToVentures AG statt und wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie unterstützt.

Was die Juroren und Partner des Wettbewerbs meinen:

Julia Derndinger, Unternehmerin und Präsidentin der Entrepreneurs’ Organization in Berlin: „Beeindruckt haben mich die unternehmerische Einstellung und die Bereitschaft der Gründer, pausenlos an ihrer Idee zu arbeiten. Das beweist, dass man mit der richtigen Idee und ohne Investoren erfolgreich sein kann.“

Karen Heumann, Strategievorstand der Agentur Jung von Matt: „Chocri transportiert das Glücksgefühl, das jeder als Kind im Süßwarenladen erlebt hat, in die digitale Welt. Und paart es mit dem befriedigenden Bewusstsein, Bio und Fair Trade zu unterstützen – das macht süchtig!“

Florian Schweitzer, Partner des Investoren-Netzwerks BrainsToVentures: „Die Sieger erinnern an Ben Cohen und Jerry Greenfield, die Gründer der Eisfirma Ben & Jerry’s; das sind Macher. Wir können ihnen die Augen öffnen für ein viel größeres Potenzial.“

Christoph v. Einem, Partner der Anwaltssozietät White & Case: „Die Gründer sind ein echtes Team, das an sein Projekt glaubt. Chocri traue ich zu, sich mit der guten Qualität der Produkte im Markt zu etablieren.“
Über den WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb
Der WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb wird jedes Jahr im Frühjahr ausgeschrieben und richtet sich an junge Unternehmen mit spannenden Geschäftsideen und innovativen Technologien. Die Partner des Wettbewerbs sind: Die Agentur Jung von Matt, das Investoren-Netzwerk BrainsToVentures, die Personalberatung Heidrick & Struggles, die Anwaltssozietät White & Case, die Entrepreneurs’ Organization und die WirtschaftsWoche. Sie unterstützen die Sieger mit Sachleistungen im Wert von rund 300 000 Euro. (www.wiwo.de/gruenderwettbewerb)

Über Chocri
Der Onlineshop chocri.de bietet über 16 Milliarden verschiedene Schokoladentafeln an. Aus drei Schokoladensorten und über 80 Zutaten kann die persönliche Wunschschokolade kombiniert und bestellt werden. Die Schokoladen haben Bio-Qualität und sind aus fairem Anbau. Das Berliner Unternehmen wurde im September 2008 von Franz Duge und Michael Bruck gegründet. Derzeit produzieren 15 Mitarbeiter in Schichtarbeit täglich bis zu 1000 individuelle Schokoladentafeln. Soziales Engagement zeigt chocri.de mit der langfristigen Unterstützung der Hilfsorganisation DIV-Kinder e.V. (www.chocri.de)

Über Beko Käuferportal
Das Berliner Unternehmen der beiden Gründer Robin Behlau und Mario Kohle bietet auf seiner Internetseite nach eigenen Angaben die größte Mittelstandsplattform für die Vermittlung von Investitionsgütern in Deutschland. Aktuell zählt das Anbieter-Netzwerk über 1.500 registrierte Anbieter von Dienstleistungen und Produkten wie Kopierern und Telefonanlagen. Kaufinteressenten können auf Käuferportal.de und telefonisch kostenlos Anfragen stellen, die dann an bis zu drei passende Anbieter verkauft werden. Auf diese Weise will Käuferportal Kaufinteressenten und Anbieter auf einem unübersichtlichen Markt zusammen bringen und den Unternehmen die aufwendige Recherche ersparen. (www.kaeuferportal.de)

Über Design2Desire
Günstige Designmöbel übers Internet verkaufen, ohne teure Zwischenhändler und kostspielige Lagerhaltung: Das ist die Geschäftsidee von Brigitte Wittekind, Burkhard Gersch und Ulrich Gersch, den Gründern des Münchener Unternehmens Design2Desire. Auf der gleichnamigen Online-Plattform haben Designer die Möglichkeit, neue Modelle vorzustellen – die Kunden stimmen dann regelmäßig über die Vorschläge ab und können ihre Wunschprodukte bestellen. Die Gründer wollen in Kürze mit der Produktion beginnen und ihre Online-Plattform freischalten. (www.design2desire.de)

Über Eovent
Das Aachener Unternehmen Eovent entwickelt Kraftwerke im Kleinformat, die das fließende Wasser in Flüssen als Energiequelle nutzen. Die Technologie kommt ohne aufwendige Baumaßnahmen aus – die Mini-Kraftwerke schwimmen im Wasser. Der Strom, der gewonnen wird, soll günstiger sein als der aus anderen regenerativen Energiequellen und rund um die Uhr erzeugt werden können. Entwickelt wurde die Technik vor allem von Markus Marnett, der an der RWTH Aachen promoviert. Auch der Strömungslehre-Professor Wolfgang Schröder, der Maschinenbauer Per Christian Steimle und der Betriebswirt Martin Ballweg gehören zum Gründerteam. 2010 wollen sie das erste Kraftwerk auf den Markt bringen.

Über Lecturio
Lecturio wurde im Juli 2008 von den beiden Absolventen der HHL Martin Schlichte und Tim Koschella gegründet. Auf der gleichnamigen Internetplattform lassen sich mit Hilfe neuester Video- und Internettechnologie Vorträge und Präsentationen von Experten und Dozenten ansehen. Wer die so genannten „e-Vorlesungen“ besucht, sieht in einem kleinen Video-Fenster den Dozenten und in einem zweiten Fenster seine Vortragsfolien – parallel. Einzelne Passagen lassen sich direkt ansteuern, kommentieren und weiterempfehlen. Über 20 Unis nutzen Lecturio bereits. Der Anreiz für Professoren, Dozenten und Unternehmen: Sie können verdienen, denn sie entscheiden, zu welchen Konditionen ihre Vorträge abrufbar sind. (www.lecturio.de)

Quelle Pressemitteilung: www.vhb.de (18.09.2009)

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