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Feb
08
2010

BVV präsentiert die Jahreszahlen des deutschen Videomarktes 2009

Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V. [BVV-10.02.10] Die Nachfrage der deutschen Konsumenten nach Bildtonträgern führte in 2009 zu neuen Rekordabsatzzahlen. Diese veröffentlichte heute der Bundesverband Audiovisuelle Medien aus Hamburg. Mit insgesamt 112,8 Mio. verkauften Bildtonträgern wurde im vergangenen Jahr erstmalig die Schwelle von 110 Mio. abgesetzten Einheiten durchbrochen. Die Anzahl von 103,7 Mio. verkauften Bildtonträgern in 2008 wurde somit um +9% erneut deutlich übertroffen. Neben dem mit 106,5 Mio. Einheiten um +5% angestiegenen DVD-Absatz (nach 101,3 Mio. Stück in 2008) führte vor allem der sich weiterhin entwickelnde Blu-ray-Markt zum neuen Spitzenwert.

So konnten bis Ende 2009 bereits 6,2 Mio. High Definition-Bildtonträger abverkauft werden, was nach den 1,7 Mio. verkauften Blu-ray-Discs des Jahres 2008 fast eine Vervierfachung bedeutet (+274%).

Die Verbandsprognosen zum Erfolg der High Definition Formate in 2009 haben sich durch den tatsächlichen High Definition-Jahresumsatz in Höhe von € 119 somit erfüllt. Der Anteil aus dem Verkauf der Blu-ray-Discs am Gesamtumsatz des Bildtonträger-Kaufmarktes betrug in 2009 bereits etwa 9%. Für das laufende Jahr rechnet Verbandssprecher Oliver Trettin mit einem Durchmarsch der High-End-Bildtonträger: „Dank der gerade im vierten Quartal 2009 stark erweiterten Blu-ray-Abspielbasis und der gesunkenen Durchschnittspreise für die Discs erwarten wir für 2010 bereits einen Blu-ray-Marktanteil von 20% – 25% am Gesamtumsatz.“

Die weiterhin sinkenden Durchschnittspreise der Bildtonträger führen jedoch auch zu weiter steigendem Margendruck bei den Videoprogrammanbietern. Gegenüber der DVD, deren Durchschnittspreis von € 12,26 in 2008 um -4% auf nunmehr € 11,82 gesunken ist, verzeichnet die Blu-ray nach durchschnittlich € 25,24 in 2008 einen Preissturz um -24% auf € 19,18 im Mittel des Jahres 2009.

Mit einem Gesamtmarktumsatz in Höhe von € 1.378 Mio. aus dem Verkauf der DVDs (€ 1.258 Mio.) und Blu-ray-Discs (€ 119 Mio.) plus € 1 Mio. durch VHS und HD-DVD-Ausverkäufe konnte das Vorjahresergebnis in Höhe von € 1.291 Mio. aber noch um +7% übertroffen werden. In der Hitparade der bestverkauften DVDs aus 2009 hat sich wieder einmal Joanne K. Rowlings Zauberlehrling mit dem Film „Harry Potter und der Halbblutprinz“ auf dem ersten Rang durchgesetzt. An zweiter Stelle folgt mit „James Bond 007 – Ein Quantum Trost“ das neueste Abenteuer des bekanntesten Spions der Welt, gefolgt von dem Animationsspaß „Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los. Im Blu ray-Format konnte sich dagegen der neue Bond „James Bond 007 – Ein Quantum Trost“ auf die Spitzenposition schieben.

Der Rekordabsatz der DVDs und Blu-ray-Discs in Höhe von 112,8 Mio. Einheiten führte erstmals dazu, dass die Anzahl der verkauften Bildtonträger über der Summe sämtlicher Verleihvorgänge eines Jahres liegen. Mit einer Gesamtzahl von 105,1 Mio. Transaktionen (107,5 in 2008) hatten die deutschen Videotheken einen Rückgang um -2% zu verzeichnen. Mit der Vermietung von Bildtonträgern konnte die Branche in 2009 insgesamt € 256 Mio. erwirtschaften (€ 264 Mio. in 2008), wovon € 15 Mio. durch 5,6 Mio. Transaktionen des neuen High-Definition Mediums generiert wurden. Der meistverliehene DVD-Titel des Jahres 2009 war die Verfilmung des Dan Brown Verschwörungs-Thrillers „Illuminati“.

Hintergrund:
Der Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V. (BVV) wurde 1982 gegründet und vertritt die Interessen der maßgeblichen deutschen Video-Programmanbieter. Zu den Mitgliedsfirmen gehören die Tochterunternehmen der Hollywood-Studios, unabhängige Videoanbieter und als fördernde Mitglieder DVD-Studios und Kopierwerke.

Quelle Pressemitteilung: www.bvv-medien.de (8.02.2010)

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