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Feb
17
2010

Initiativkreis Lesen der Stuttgarter Verleger fördert Lesekompetenz

Leseohren e.V. [Thieme Verlagsgruppe-17.02.10] Ein Kreis Stuttgarter Verleger unterstützt ab 2010 den Verein „Leseohren e.V.“. Dadurch sollen die Zahl der derzeitig 250 Lesepaten verdoppelt werden und deutlich mehr Stuttgarter Kinder in den Genuss des Vorlesens kommen. Denn wer liest, ist erfolgreicher. Lesekompetenz entsteht durch Vorlesen, aber immer weniger Kindern in allen sozialen Milieus wird vorgelesen. Der Stuttgarter „Initiativkreis Lesen“ hat das Ziel, bei Kindern frühzeitig die Begeisterung für das Lesen zu wecken und so die spätere Lesefähigkeit zu fördern.

Das Vorlesen ist eine der besten Weisen, Kinder zu fördern. Wer früh mit dem Lesen beginnt, steigert seine Lernchancen. Damit entscheidet Lesekompetenz auch über den Schulerfolg und die spätere berufliche Karriere. Doch immer weniger Kinder lesen. Die Hälfte der sechs bis 13 Jährigen in Deutschland geben an, nie oder nicht gern zu lesen. Das ist kein Wunder: Lesen muss man lernen. Kinder lernen am besten, indem sie sich Verhalten von Vorbildern abschauen – beim Lesen durch Vorleser. Die Vorlesekultur in einer Familie gilt Leseförderern daher als zuverlässigster Indikator für die spätere Lesekompetenz eines Kindes.

Was Familien häufig nicht mehr leisten, müssen Kindergärten, Tagesstätten und Grundschulen übernehmen. Der Verein Stuttgarter Leseohren e.V. hat es geschafft, an 137 städtischen Einrichtungen Vorlesepatenschaften zu initiieren. In jährlich über 9500 Vorlesestunden lesen die knapp 300 Paten Stuttgarter Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren vor. Mit Hilfe der Stuttgarter Verleger und ihres Initiativkreises Lesen soll diese Zahl nun verdoppelt werden. „Dazu müssen wir deutlich mehr Lesepaten werben und die Zahl der beteiligten Einrichtungen erhöhen“, erklärt Philipp Haußmann, Vorstandssprecher der Ernst Klett AG, einer der beteiligten Verlage. Derzeit leben in Stuttgart rund 50.000 Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren, die mit den Lesepaten erreicht werden könnten. „Mit dem Ausbau des etablierten Leseohren-Vereins werden wir deutlich mehr Kinder im entscheidenden Vorlesealter ansprechen“, so Dr. Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender des Fördervereins Kinderfreundliches Stuttgart, der die Leseohren von Anfang an unterstützt und die frühkindliche Bildungsförderung durch Lesen entscheidend mit auf den Weg gebracht hat. „Wir können davon ausgehen, dass Kinder, denen vorgelesen wird, dann auch zu Lesern heranwachsen. In unserer wissensbasierten Gesellschaft ist das eine Voraussetzung für den späteren Erfolg im Leben“, erläutert er das Engagement.

Der Verein Stuttgarter Leseohren e.V. unter Leitung von Bettina Kaiser konnte in den vergangenen Jahren insgesamt rund 170.000 Mal ein Kind durch Vorlesen erreichen. Dies war nicht zuletzt aufgrund der großzügigen Unterstützung von Partnern wie zum Beispiel der Breuninger Stiftung und der Bürgerstiftung Stuttgart möglich. Aufwendig sind vor allem die Ausbildung der ehrenamtlichen Lesepaten und die Koordination zwischen Paten und Vorleseeinrichtung. Sollen deutlich mehr Paten in mehr Stuttgarter Einrichtungen mehr Kindern vorlesen, sind zusätzliche Kapazitäten notwendig. Diese werden für drei Jahre durch den Stuttgarter Initiativkreis Lesen finanziert. Angeregt und koordiniert wurde dieser Initiativkreis durch die Robert Bosch Stiftung, die sich seit Jahren in der Leseförderung engagiert. Weitere Informationen unter www.leseohren-aufgeklappt.de.

Zum Initiativkreis Lesen gehören die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die Ernst Klett AG, MairDumont, der Georg Thieme Verlag, die Medienholding Süd mit der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten sowie die Rotenberg Verlag GmbH mit der Cannstatter und der Untertürkheimer Zeitung. Der Initiativkreis Lesen will bei Kindern die Lust am Lesen wecken und die Lesekompetenz stärken, um heranwachsenden Generationen den Weg in eine selbst bestimmte Zukunft zu ermöglichen. Das sichert auch den Innovations- und Kreativstandort Stuttgart: Langfristig werden durch Leseförderung weiterhin Fortschritt und kulturelle Impulse von der Stadt ausgehen. Die Stuttgarter Leseohren sind das erste Förderprojekt des Initiativkreises Lesen.

Quelle Pressemitteilung: www.thieme.de (17.02.2010)

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