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Mrz
12
2010

DDV-Mitglieder schauen optimistisch in die Zukunft

DDV Deutscher Dialogmarketing Verband e. V. [DDV -12.03.10] Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Dialogmarketingbranche im gesamten deutschsprachigen Raum, aber vor allem in Deutschland 2009 hart getroffen. Für das laufende Geschäftsjahr geben sich die Dialogmarketinganwender und -Dienstleister in Deutschland, Österreich und der Schweiz allerdings wieder optimistisch und erklären die Rezession für beendet.

Während für 2009 über 40 Prozent aller Befragten in der D-A-CH-Region einen Umsatzrückgang meldeten, gehen für das laufende Jahr 80 Prozent für ihr Unternehmen von einer zufriedenstellenden Umsatzentwicklung aus. Dies zeigt die Umfrage „D-A-CH-Konjunkturbarometer, an der insgesamt 196 Mitglieder der Verbände DDV (121 Teilnehmer) sowie DMVÖ und SDV teilgenommen haben.

Nicht ganz so düster wie die Umsatz-Situation 2009 stellt sich die Mitarbeiterentwicklung dar: Im gesamten deutschsprachigen Raum ist die Anzahl zwar stärker gesunken als 2008 – da halten sich die drei Ländern bei ihren Angaben von 29 Prozent (17,5 Prozent in 2008 / Länderdurchschnitt) die Waage. Gleichwohl stehen diesem Ergebnis stattliche 43 Prozent entgegen, die Gleichstand melden (41 Prozent in 2008) und sogar 28 Prozent, die den Stamm der Mitarbeiter erweitert haben (39 Prozent in 2008). Für das laufende Geschäftsjahr geht man in der D-A-CH-Region nur noch von einstellig sinkenden Mitarbeiterzahlen aus und setzt wieder auf einen Ausbau des Personalstamms.

Deutschland: Datenschutznovelle fördert Zurückhaltung bei Auftraggebern
Im Krisenjahr 2009 stand die bisher durch kontinuierliches Wachstum gekennzeichnete Entwicklung der deutschen Dialogmarketingbranche unter neuen – erstmals seit Jahren – negativen Vorzeichen. Weit mehr DDV-Mitglieder gaben für ihr eigenes Unternehmen einen gesunkenen Umsatz (40,5 Prozent) an als einen gestiegenen (28 Prozent). Hatte sich bereits 2008 ein leichter Rückgang angekündigt, so lag bis dahin zumindest noch der Anteil mit einem gestiegenen Umsatz weit höher als der Anteil mit einem gesunkenen Umsatz.

Dieter Weng, Präsident des DDV: „Das muss man nicht beschönigen: Die Krise hat die deutschen Unternehmen stark gebeutelt. Dazu hat neben der Finanz- und Wirtschaftskrise sicherlich auch die anhaltende Sorge und Unsicherheit um eine Einschränkung des Marktes durch die im September 2009 beschlossene Datenschutznovelle einen entscheidenden Teil beigetragen. Viele Auftraggeber haben zunächst ihre Budgets auf Grund der Rechtsunsicherheit des teilweise sehr erklärungsbedürftigen neuen Gesetzes auf Eis gelegt. Jetzt muss es darum gehen, das Vertrauen in die bewährten Dialogmarketingkanäle wiederherzustellen.“ Auch die Geschäftsentwicklung der gesamten Dialogmarketingbranche in Deutschland 2009 wurde negativ beurteilt (weniger zufriedenstellend: 55 Prozent, gar nicht zufriedenstellend: 14 Prozent). Ebenso die Investitionen: Nur gut ein Drittel der Befragten beurteilen die Entwicklung 2009 als eher zufriedenstellend.

Glaubt man den Befragten, dürfte das „Tal der Tränen“ aber bereits im Laufe dieses Jahres durchschritten sein. Deutlich positiver als die Umsatzentwicklung 2009 fällt nämlich die Prognose über das Geschäftsjahr 2010 aus. 76 Prozent der DDV-Mitglieder gehen für das eigene Unternehmen in den nächsten Monaten von einer zufriedenstellenden Entwicklung aus. Bei der Branchenprognose sind die Befragten allerdings deutlich vorsichtiger. Mit 53 Prozent glaubt gerade mal eine knappe Mehrheit an eine zufriedenstellenden Entwicklung für 2010. Das Vertrauen in die allgemeine Wirtschaftslage ist jedoch weit höher als noch Anfang vergangenen Jahres. Eine knappes Drittel der DDV-Mitglieder geht davon aus, dass die Investitionen in Dialogmarketing in diesem Jahr wieder leicht ansteigen werden. Der Mehrheit zufolge ist jedoch mit einer Stagnation der Investitionen zu rechnen.

D-A-CH-Region: Budgetverschiebungen in der Krise
Erstmals wurde im Konjunkturbarometer die direkten und indirekten Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die bereitgestellten Dialogmarketingbudgets thematisiert. Bei der Frage, ob durch die Wirtschaftskrise 2009 eine Verschiebung der Marketingbudgets von der Klassik hin zum Dialogmarketing stattgefunden hat, scheiden sich in der D-A-CH-Region die Geister: 43 Prozent möchten eine solche Verschiebung feststellen; 57 Prozent sehen hingegen kaum eine bzw. keine Verschiebung. 19 Prozent sind sogar der Meinung, dass die Dialogmarketingbudgets aufgrund der Krise erheblich reduziert wurden. 56 Prozent glauben, dass diese eher reduziert wurden. Von einer Erhöhung gehen hingegen gerade mal sieben Prozent aus.

Diese Ergebnisse zeigen unverblümt: nicht nur die Klassik, auch das Dialogmarketing hat heftig Federn lassen müssen. Und: Auftraggeber haben sich bei der Wirtschaftskrise 2009 nicht – wie von vielen angenommen – auf eine Verschiebung der Budgets von der „teuren“ breit streuenden Klassik in das preisgünstigere und zielgruppengenaue Dialogmarketing 2009 verlegt, sondern Budgets radikal gestrichen!

Quelle Pressemitteilung: www.ddv.de (12.03.2010)

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