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Apr
06
2011

Thieme öffnet erstmals sein Haus für die interessierte Öffentlichkeit

Georg Thieme Verlag [Georg Thieme Verlag-6.04.11] 2011 feiert der Georg Thieme Verlag sein 125-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass ist die Kunstsammlung der Verlegerfamilie im Rahmen der Langen Nacht der Museen am 9. April 2011 erstmals dem interessierten Stuttgarter Publikum zugänglich. Gleichzeitig gewährt Thieme einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, was der Verlag für die Wissensvermittlung leistet.

Die in Stuttgart beheimatete Thieme Verlagsgruppe gehört zu den großen deutschen Medienunternehmen in der Fachinformation. Insbesondere in der Medizin, aber auch in den angrenzenden Naturwissenschaften bietet Thieme ein umfangreiches Angebot an Büchern, Zeitschriften, elektronischen Medien und Dienstleistungen. Die Produkte, die durch die blau-blau-weiße Trikolore gekennzeichnet sind, begleiten heute viele Medizinstudenten, Ärzte in Klinik und Praxis sowie andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen in ihrem beruflichen Alltag. Auch an Gesundheit interessierte Bürger finden in den Ratgebern, die unter dem Verlagsnamen TRIAS erscheinen, wertvolle Hilfen.

So bekannt Thieme und seine Produkte sind, so überraschend ist für Viele die große Kunstsammlung, die im Verlagshaus zu sehen ist. Die Grafiken, Gemälde und Skulpturen bilden einen Querschnitt durch die moderne Kunst ab den 1960er-Jahren. Die Sammlung ist nicht systematisch – sie geht in die Breite: Sie umfasst abstrakte Kunst, Informel, Zero und Neorealismus. Zu den cirka 900 Exponaten gehören Arbeiten bekannter Künstler wie Christo, Lucio Fontana, Giulio Paolini, Bruce Naumann, George Rickey, Hanne Darboven und Ben Willikens aber auch junger Gegenwartskünstler wie Frank Ahlgrimm, Thomas Locher, Annelise Coste und Josephine Meckseper.

Viele der Arbeiten haben auch einen Bezug zur Verlagstätigkeit. Dazu gehört das Werk „A Small Hermeneutics of Messages“, in dem Thomas Locher Sprache und Text verarbeitet. Seine Installation aus Tischen und Stühlen, dem Ort der menschlichen Kommunikation, begrüßt den Besucher gleich im Eingangsfoyer.

Anlass für Spekulation und Diskussion gibt bis heute immer wieder die Airbrush-Wandarbeit „Et le matin la vague“ der jungen französischen Künstlerin Annelise Coste. 2005 brachte sie das großformatige Werk im Eingangsbereich des Verlags direkt auf der Wand an. Die Mitarbeiter hielten es zunächst für ein unbefugt angebrachtes Graffiti. Heute gehört das wie nachlässig hingeworfene Wandbild zum selbstverständlichen Alltag bei Thieme.

Am 9. April öffnet Thieme sein Verlagshaus in der Rüdigerstraße und bietet Kunstinteressierten erstmals die Gelegenheit, einen Großteil der hier ausgestellten Sammlung kennen zu lernen. Gleichzeitig gewährt Thieme einen Blick hinter die Kulissen eines modernen Fachverlags. In verschiedenen Themenräumen – etwa zum Wandel der Medienwelten, der Faszination der Anatomie, den Geheimnissen der Chemie und vielem mehr – können die Besucher sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen, was Thieme ist und macht.

Bereits ab 20 Uhr heißt es: Thieme tanzt. Mit Klassikern aus Rock und Pop sorgen die Thieme-eigene Blue Covers Band und Mr. Mac`s Partyteam für Stimmung.

Quelle Pressemitteilung: www.thieme.de (6.04.2011)

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