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Jun
07
2011

Online-Banking wird sicherer – Postbank ist Testsieger

CHIP Ausgabe 07/2011 [CHIP Communications GmbH-7.06.11] Großer Sicherheits-Test in CHIP

43 Prozent aller Deutschen erledigen ihre Bankgeschäfte online. Bald könnten es noch mehr werden: Denn wie das Technikmagazin CHIP berichtet, wird Online-Banking immer sicherer. Verfahren wie mTAN, HBCI und Flickercode (chipTAN) lösen bei vielen deutschen Banken veraltete Schutzmechanismen ab und garantieren tatsächlich ein Plus an Sicherheit.

In einem großen Test hat CHIP hat nun die Online-Banking-Portale 15 deutscher Banken genau geprüft. Testsieger wurde die Postbank, gefolgt von der Volksbank Augsburg und der Deutschen Bank.

Der Testsieger Postbank hat seine Kunden bereits jetzt flächendeckend mit den sicheren Verfahren mTAN und Flickercode versorgt, daneben sticht die Fülle an online nutzbaren Funktionen hervor – was im Test ebenso bewertet wurde wie die Verfügbarkeit mobiler
Dienste und die Kosten.

Wie CHIP berichtet, rüsten aber immer mehr traditionelle Banken auf die neuen Sicherheitstechniken auf – das allerdings hat seinen Preis. CHIP rechnet etwa vor, dass für ein Beispiel-Konto bei der Deutschen Bank stolze 105,34 Euro im Jahr fällig werden. Ein vergleichbares Konto bei der ING-DiBa kostet nur 2,40 Euro, allerdings belegt diese, wie viele Direktbanken, in der Sicherheitswertung nur einen der hinteren Plätze.

CHIP erklärt auch, warum die neuen Verfahren sicherer sind: „Alle haben eines gemeinsam“, so CHIP-Redakteur Dominik Hoferer. „Sie lösen die bisher gängigste Methode mit auf Papier gedruckten Transaktionsnummern (TANs/iTANs) ab. Stattdessen werden diese bei Online-Banking-Geschäften unabdingbaren TANs auf andere Weise generiert.“

Hier die neuen, sichereren Methoden im Überblick:

  • mTAN: Bei der mobilen TAN wird bei jedem Bankgeschäft eine individuelle TAN generiert und per SMS an den Kunden geschickt. Sie gilt nur wenige Minuten und ist an die Kontodaten des Empfängers gekoppelt. Viele Banken verlangen pro mTAN-SMS eine Gebühr von neun bis zwölf Cent.
  • Flickercode oder chip-TAN: Bei dieser Methode muss der Bankkunde seine EC-Karte in ein kleines Gerät, den sogenannten Flickercode-Generator, stecken. Will er ein Bankgeschäft online abschließen, erscheint eine fl ackernde Grafi k im Banking-Portal auf dem PC-Monitor, vor die der Kunde den Flickercode-Generator hält. Dieser nimmt das Flackern auf und generiert eine TAN-Nummer, die der Nutzer wie gewohnt auf der Banking-Seite eingibt.

„Natürlich reagieren auch die Hacker auf die neuen Methoden“, so Dominik Hoferer. „In Einzelfällen ist es Betrügern bereits gelungen, Handys zu übernehmen und so die SMS-TAN abzufangen.“ Dennoch seien die neuen Methoden deutlich sicherer als ihre Vorgänger. „Ein Umstieg ist absolut zu empfehlen“, so das Fazit des CHIP-Experten.

Entscheidungshilfe bei der Wahl der Online-Banking-Methode sowie alle Ergebnisse des großen Online-Banken-Tests fi nden Sie in der aktuellen Ausgabe der CHIP 07/2011.

Über CHIP
Das CHIP-Magazin ist Trend-Barometer, Test-Instanz und Technik-Ratgeber für die digitale Welt. Jeden Monat erreicht es 1,65 Millionen Leser (MA 2011/I), die sich für digitale Technik begeistern – rund um den Arbeitsplatz und darüber hinaus. Das Magazin erscheint in 15 Ländern.

Quelle Pressemitteilung: www.chip-media.de (7.06.2011)

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